Weltbank senkt Prognosen für 2013

Die Weltbank hat ihre Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum für 2013 deutlich nach unten korrigiert. Für das Jahr 2013 geht sie noch von einem Plus des BIP von 2.4% aus. Im Juni 2012 waren noch 3.0% in Aussichten gestellt worden. Im vergangenen Jahr ist die Weltwirtschaft um 2.3% gewachsen.

Für die Eurozone wird für 2013 mit einem Schrumpfen des BIP um 0.1% gerechnet. In den USA soll die Wirtschaft um 1.9% (vorher 2.4%) zulegen, Japan um 0.8% (vorher 1.6%).

Obwohl die Risiken für eine Finanzkrise in Europa geringer geworden sind, sei die tatsächliche globale Konjunktur insgesamt noch „sehr wackelig und unsicher“. Zudem wurde bisher die Chance verpasst, in den USA vorzeitig sich für eine Lösung des Fiskalplans zu einigen. Ein Scheitern in den nächsten Monaten könnte das BIP um 2.3% negativ beeinflussen, die globale Wirtschaftsleistung um 1.4% reduzieren.

Die Weltbank ist pessimistischer eingestellt als die von Bloomberg im Januar befragten Ökonomen. Diese rechnen mit einer globalen Expansion um die 3.2%.

Die nächsten Wochen und das erste Quartal werden aufzeigen welchen Schätzungen besser sind. Die Divergenz zeigt auf, dass das Feld weiterhin in Optimisten und Pessimisten aufgeteilt ist. Tatsächlich, solange Unternehmen und private Haushalte aufgrund von Unsicherheiten (Schuldenproblematik in USA und Europa) nicht investieren, bleibt die Wirtschaft und die Märkte sehr anfällig auf Rückschläge.

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