„Don’t catch a falling knife“?

Nach mehrmaligem Testen brach Gold durch das technische Supportlevel zwischen 1500/25 und löste dadurch eine starke Welle von Verkaufaufträgen, sog. Stop Loss Orders aus. Innert kürzester Zeit wollten damit viele Investoren ihre Positionen reduzieren, was zu einem bisherigen Absinken des Goldpreises auf das Level von USD 1356 führte und damit nahe in die Zone des nächst grösseren technischen Supportlevels  zwischen 1300/50.

Hat sich in den letzten Tagen fundamental wirklich derart vieles geändert, dass eine derart starke Reduktion gerechtfertigt ist? Einzig Stimmen aus dem letzten Fed Meeting liessen uns wissen, dass die Geldschwemme auch einmal ein Ende haben könnte, was kurzfristig Aktien aber auch Gold belasten würde. Die letzten Konjunkturdaten aus den USA und auch global zeichnen eher ein sich eintrübendes Bild, was die Anstrengungen des Fed und somit den Goldpreis eher stützen sollte. Zudem sind Realwerte wie Gold bei einem sich in später Zukunft abzeichnende Inflationsszenario ebenso gefragt.

Ein bekanntes Börsen-Sprichwort lautet, dass ein fallendes Messer nicht aufgefangen werden soll. Gilt dies nach dem Kursrutsch nun auch für Gold?
Nach dem unerwarteten starken Börsenstart in den ersten drei Monaten ist generell eine höhere Nervosität an den Märkten spürbar, was die höheren Ausschläge der Kurse während den letzten Tagen verdeutlichen. Gold bleibt ein Rohstoff mit knappen Angebot und weiterhin einer Nachfrage aus Konsum und ebenso bedeutender Nachfrage von Zentralbanken, was schlussendlich den Preis stützen sollte.
Nach der technischen Korrektur ist nun auch in den nächsten Stunden/Tagen mit einer technischen Gegenbewegung zu rechnen. In Portfolios mit einer kleinen Goldposition kann mit einem Zukauf evtl. der Einstandspreis reduziert werden, um von dieser Gegenbewegung profitieren zu können. Wobei nach einer ersten Verkaufswelle normalerweise mit einer zweiten  gerechnet werden muss. Wie gross diese Bewegungen ausfallen wird sich zeigen. Ein aktives Trading inkl. Stop Loss ist demnach vorausgesetzt.

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