Erzielt das Fed den gewünschten Effekt?

Das Fed hält derzeit an seinem Programm für Anleihekäufe fest. Die Massnahmen haben zum Ziel der Konjunktur neuen Schwung zu verleihen. Mit dem Kauf der Treasuries (US Staatsanleihen) werden künstlich die Zinsen auf tiefem Niveau gehalten. Tiefe Zinsen sollen für ein freundliches Investitionsklima sorgen. Zudem soll die damit erzeugte Geldmenge Banken zur Kreditvergabe animieren, damit sich auch der Investitionsprozess der Unternehmen, die sich günstiges Geld ausleihen können, in Gang setzt. Das Endziel besteht in der Ankurbelung der Wirtschaft, dem Schaffen neuer Arbeitsplätze und somit der Reduktion der derzeitig hohen Arbeitslosigkeit.

Doch die weiterhin steigenden Überschussreserven der Banken in der Höhe von über USD 1.8 Bio. beim Fed zeigen, dass die Absicht des Fed nicht in der wohl erhofften Grössenordnung stattfindet. Die Banken parkieren ihre flüssigen Mittel lieber risikolos bei der US-Notenbank und erhalten dafür aktuell 0.25% Zins, anstatt das Geld mit einem gewissen Risiko in Form von günstigen Krediten den Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Somit gerät das Geld nicht wie derzeit erhofft in den Wirtschaftskreislauf, sondern fliesst zurück ans Fed selbst.

Wann erfolgt die Korrektur?

Die Aktienrally hält seit Jahresbeginn fast unvermindert an. Es sind dies vor allem die Börsen der Industrieländer wie den USA, Japan und Grossbritannien, Australien, Neuseeland und die Schweiz, die bis zu zweistellige Performance-Zuwächse im bald ablaufenden ersten Quartal 2013 aufweisen. Die Schwellenländer hingegen machten bisher diese Bewegung nicht mit, im Gegenteil, sie zeigen z.T. zweistellige Verluste wie z.B. Brasilien oder Russland. Selbst der Hang Seng in China schafft es bisher nicht in den grünen Bereich, gilt China weiterhin als Wachstumsmotor für die globale Konjunktur. Die Unsicherheiten überwiegen.

Jene Investoren, die das Risiko in Kauf genommen haben und Ende letzten oder zu Beginn diesen Jahres eingestiegen sind, liessen sich vom günstigen Geld und von der Überlegung leiten, dass aufgrund von fehlenden Renditen die Aktien die einzige Anlagekategorie sei. In der Folge wurden die Anteile an Aktien in den Portfolios erhöht. Ein trügerisches Fazit, werden dadurch in unsicheren Zeiten, welche die tiefen Zinsen, die fallenden Rohstoffpreise und die erneut aufflammenden Krisen widerspiegeln, die Risiken in einem Portfolio erhöht.

Im Zeitraum von Januar bis Februar waren tatsächlich vermehrt Inflows in die Aktienmärkte zu verzeichnen. Die Volumen blieben aber im Vergleich weiterhin gering, heisst viele grosse Investoren blieben weiterhin an der Seitenlinie. Damit verpassten nicht nur sie das für alle überraschend starke bisherige Aktienrally. Nach der Endjahres-Rally im kürzlich abgelaufenen Jahr haben sich viele Investoren zurückgehalten, in der Überzeugung, dass aufgrund der weiterhin anstehenden Unsicherheiten, eine Korrektur folgen sollte. Doch diese Korrektur blieb für die Mehrheit überraschend, bisher aus.

Im Laufe diesen Monats sind vermehrt Stimmen im Markt zu vernehmen, dass eine solche Korrektur gänzlich ausbleiben wird. Aus Angst weitere Performance zu verpassen gibt es nun Investoren, die in letzter Minute noch auf den Zug aufspringen. Grund dürfte auch das anstehende Quartals-Reporting sein, in dem keine tiefe Aktienquote ausgewiesen werden soll. „Man war bei der Rally dabei.“ Die Performance wird jedoch diese Entwicklung nicht derart mitgemacht haben.

Ein solches Verhalten, dem Markt nachzurennen, birgt sehr hohe Risiken und die Wahrscheinlichkeit, dass gerade kurz vor einer Korrektur der Einstieg erfolgt. Deshalb ist dies absolut zu vermeiden. Lag man aufgrund überzeugender Argumente falsch und hat demnach sein Aktien Exposure nicht erhöht, was in diesem Fall der bessere Entscheid gewesen wäre, so ist der geeignete Zeitpunkt abzuwarten. Dann ist die Massnahmen nachzuholen, sofern dies der Ausblick dann noch rechtfertigt.

Nach den Wahlen in Italien konnte auch die Zypern-Krise diese Korrektur (noch) nicht auslösen. Mit jedem solchen Ereignis steigt jedoch die Unsicherheit bei Unternehmen und Konsumenten, die sich weiterhin mit Investitionen zurück halten. Erste Anzeichen, dass dem tatsächlich so ist, gibt es bereits. Eine schwaches Wirtschaftsumfeld, wie es derzeit vorherrscht, ist dann auf solche Szenarien sehr anfällig und ein deutlicher Rückschlag droht. Verstärken sich die Signale in den nächsten Tagen und Wochen, muss definitiv mit einer Korrektur an den Aktienmärkten gerechnet werden. Deshalb ist zu empfehlen, sich eher auf eine Korrektur als auf den Aufbau von weiteren Risikopositionen vorzubereiten.

Tabubruch beim Rettungsversuch Zyperns

Seit letztem Wochenende ringen die Euro-Länder um eine Lösung zur Rettung des Pleite bedrohten Inselstaats Zypern. Insgesamt sind Mittel in der Höhe von EUR 15.8 Mrd. notwendig um die knappe Liquidität kurzfristig zu überbrücken. Ein auf den ersten Blick ‚harmloser‘ Betrag im Vergleich zu den bisherigen Summen, die für die Rettung von Irland, Portugal, Griechenland und die Banken in Spanien aufgewendet wurden. Jedoch steigt mit jedem neuen, noch so kleinen Betrag der in die Krisenbewältigung investiert werden muss, von Seiten der Bevölkerung der Druck auf die Politik. Die Ungewissheit, ob die eingesetzten Steuergelder jemals wieder zurückfliessen, nimmt besonders in den stark beteiligten Ländern wie Deutschland zu.

Es scheint, als wollten die Finanzminister der Eurogruppe nun ein Zeichen setzen und beschlossen in der Nacht auf letzten Samstag beim Entwurf des Rettungspakets die zyprischen Bankkunden an der Rettung des wirtschaftlich angeschlagenen Landes zu beteiligen. Sie sollten eine Sonderabgabe von 6.75% auf Guthaben bis EUR 100’000 und 9.9% auf höhere Beträge zahlen. Damit sollte Zypern geschätzte EUR 5.8 Mrd. beitragen, dies als Bedingung damit das Land die Rettungshilfe von EUR 10 Mrd. von der Eurozone und vom IWF erhält.

Mit diesem Vorschlag wurde ein Tabu gebrochen. Erstmals seit Ausbruch der Euro-Krise sollen Bankkunden und Kleinsparer sich mit ihren Guthaben an der Krise beteiligen. Noch beim Ausbruch der Euro-Krise wurde der Einlegerschutz für Bankkunden entschieden verschärft, mit dem Ziel die Kundengelder bei Banken bis zu einem gewissen Betrag zu schützen, das nötige Vertrauen zu schaffen und die Sicherheit zurückzugewinnen.
Mit dem am letzten Wochenende entworfenen Rettungsplan für Zypern wird einerseits der Einlegerschutz bei den zyprischen Banken aufgehoben. Sehr gut nachvollziehbar, dass eine solche Bestimmung jeden einzelnen Sparer veranlasst, sofort sein Geld vom Bankkonto abzuziehen und somit die Gefahr eines sog. Bank Runs abrupt ansteigt. Dies kann für eine Bank in der Situation eines Liquiditätsengpasses den sofortigen Todesstoss bedeuten.
Andererseits sendet diese Bestimmung der EU-Minister ein Signal für die Zukunft. Der Einlegerschutz kann in sämtlichen Euro-Ländern in Frage gestellt werden, könnten doch die politischen Gremien bei Ausbruch eines weiteren Krisenherds über bisher unvorstellbar ähnliche Bestimmungen verfügen. Damit kann sich Europaweit rasch eine angespannte Liquiditätssituation einstellen und das Finanzsystem wie beim Ausbruch der Euro-Schuldenkrise an den Rand des Abgrundes führen. Ein rascher Eingriff der Zentralbank, die den Markt uneingeschränkt mit Liquidität versorgt, ist dann Voraussetzung zur Stützung des Systems.

Der europäischen Notenbank EZB kann bei der Unterstützung von Zypern keinen Vorwurf gemacht werden. Sie handelt nun in der Krise sofort und versucht mit kommunikativen Massnahmen die Märkte zu beruhigen. So liess sie verlauten die zyprischen Banken mit der notwenigen Liquidität zu versorgen, damit das Finanzsystem weiterhin liquide bleibt. Diesen Zustand kann allerdings nur vorübergehend aufrecht erhalten werden, um Zeit für die Lösungsfindung zu schaffen.

Bei der Zypern-Rettung kommt nun noch ein weiterer erschwerender Faktor hinzu. Es sind dies die Interessen und die indirekte Beteiligung eines Nicht-Euro-Landes, Russland. Das Land hatte vor einigen Jahren bereits einen Milliarden-Kredit gesprochen. Zudem haben viele russische Privatpersonen und Unternehmen ihre Barmittel auf der Insel parkiert und sind deswegen an einer Lösung ohne Abschreiber interessiert.

Es lässt sich vermuten, dass die Entscheidungsträger aus der Politik keine Erkenntnisse aus der bisherigen Bewältigung der Euro-Schuldenkrise mitgenommen haben. Deren bisheriger Verlauf hat klar aufgezeigt, dass die wichtigste Aufgabe beim Ausbruch einer Krise wie jene von Zypern ist, rasch zu reagieren, Zeit zu gewinnen eine vernünftige Lösung zu präsentieren und damit die Sicherheit und das Vertrauen an den Märkten zu schaffen bzw. zurückzugewinnen.
Das Rettungspaket für Zypern in der Form schaffte kein Vertrauen. Im Gegenteil, es sorgte bisher für weitere Anspannung und Unsicherheiten an den Finanzmärkten. Die Aktienkurse und der Euro reagierten prompt mit grösseren Ausschlägen.

Es ist nicht der Umstand, dass Zypern in die Zahlungsunfähigkeit abrutschen könnte und somit die Märkte massiv belastet. Die Wirtschaft von Zypern ist nahezu unbedeutend im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften des Euro-Raums. Es ist erneut die Art und Weise wie die Bewältigung der Krise durch die politischen Gremien angegangen wird. Kein einheitliches Auftreten, keine langfristige von der Bevölkerung getragene Lösung, kein Schaffen von Vertrauen und Sicherheit. Damit werden alte Wunden aufgerissen und die Euro-Krise ist wieder präsenter denn je.

Folgt die Herabstufung der USA

Derzeit überraschend besser ausfallende US-Konjunkturdaten täuschen über die angespannte Situation hinweg, was bereits am Wochenende oder in den folgenden Tagen danach auf die Marktteilnehmer zukommen könnte. Einigen sich die Demokraten von US-Präsident Barack Obama und die Republikaner nicht noch in letzter Minute, treten die Ende Dezember verschobenen zwangsmässigen Ausgabenkürzungen in Höhe von USD 85 Milliarden in Kraft. Damit wären nahezu alle Bundesbehörden in diesem Haushaltsjahr, das bis Ende September läuft, gezwungen ihre Budgets bis zu acht Prozent zu kürzen. Die automatischen Kürzungen, als „Sequester“ bekannt, wurden im Sommer 2011 vom Kongress beschlossen. Sie sollen insgesamt USD 1.2 Billionen in zehn Jahren einsparen. Der „Sequester“ ist aber ein Teil des gesamten Haushaltstreits. Kurzfristig müssen weiter Hürden genommen werden: bis zum 27. ist ein zeitlich befristeter Budgetplan zu verlängern, damit der Bund seine Rechnungen auch weiter bezahlen kann; bis zum 19. Mai muss die Schuldengrenze erhöht werden, da sonst der Staatsbankrott droht.

Ökonomen warnen, dass die Einschnitte die US-Konjunktur und jene anderer Länder schwer schaden könnten. Insgesamt stünden bis zu zwei Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Auswirkungen wären jedoch nicht schlagartig spürbar. Obama meinte, es sei keine Klippe, sondern ein „Abwärtstaumel“.

Die Situation erinnert an Ende Juli Anfang August  2011, als die Politiker in den USA sich erst in letzter Minute auf die Erhöhung des Schuldendachs einigten. Wenige Tage später folgte der Verlust des Top-Ratings der USA. Bereits haben die Rating-Agenturen mehrmals eindringlich vor einer erneuten Herabstufung der Bonität gewarnt.
Nachdem die Rating-Agentur Standard & Pools (S&P) von den USA angeklagt wurde, stehen die drei grössten Rating-Agenturen S&P, Moody’s und Fitch in besonderem Spannungsfeld, wenn nicht sogar in einem gewissen Interessenkonflikt. Entschliessen sie sich für eine Herabstufung, schaden sie ihrem „eigenen“ Land und ziehen damit den Unmut der ganzen Nation auf sich. Behalten sie ihre aktuellen Einstufungen bei, gehen sie das Risiko von möglichen weiteren Klagen zu einem späteren Zeitpunkt ein, wie dies eben im Fall von S&P aus den eigenen Reihen widerfahren ist.

Die Wahrscheinlichkeit einer Einigung auf einen Kompromiss im Budgetstreit sank kontinuierlich. Seit dem Hinauszögern des Entscheids um zwei Monate änderte sich nichts an den weit auseinander liegenden Ansichten beider Parteien. Auch ein letzter Ausweg einer erneuten Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt lässt keine Hoffnung auf eine grössere Chance in einer Annäherung und finalen Lösung aufkommen.
Mit einer Herabstufung der Bonität der USA kann bereits ab morgen Freitag nach Marktschliessung gerechnet werden. Bisher kamen sämtliche wichtige Ankündigungen der Rating-Agenturen aufs Wochenende hin. Die Märkte dürften diese Nachrichten kaum in positiver Form aufnehmen.

Unsichere Signale aus China

Der heute Morgen von China präsentierte Einkaufsmanagerindex der Industrie (PMI) für den Monat Februar lag mit einem Wert von 50.4 tiefer als erwartet (52.2) und sank gegenüber Januar vom Level 52.3 um 1.9 Punkte. Dies ist der tiefste Stand seit vier Monaten. Damit hat sich das Wachstum der chinesischen Industrie deutlich verlangsamt. Allerdings liegt der Index noch über der Schwelle von 50, die Wachstum von Kontraktion trennt. Inwiefern das chinesische Neujahrsfest zu Beginn des Monats diesen Wert beeinträchtigt hat, kann erst mit der neuen Publikation im März beurteilt werden. Der PMI gilt als Frühindikator und ist somit ein Indiz für die noch für denselben Monat folgenden Wirtschaftszahlen.

Im Markt überwog heute jedoch die Spekulation über einen neuen Notenbankchef in Japan, was die Märkte in Asien und anfänglich in Europa beflügelt hat. Premierminister Shinzo Abe könnte Haruhiko Kuroda zum neuen Chef der Bank of Japan (BoJ) ernennen. Er gilt als Vertreter der aggressiven Lockerung der Geldpolitik. Dies wäre gleichbedeutend mit einer weiteren Schwächung des Yen. Davon würde wiederum die japanische Export-Industrie stark profitieren. In Tokio wurde diesbezüglich in den letzten Tagen und Wochen bereits sehr viel in den Aktien eingepreist.

Der heutige Tag zeigt, dass im derzeitigen euphorischen Umfeld Gerüchte stärker gewichtet werden als präzisere Stimmen aus der Wirtschaft. Ein Umstand der auf den heutigen Niveaus der Aktienindizes aufhorchen lässt.
Die Märkte können in einer solchen Phase den Trend für eine gewisse Zeit ohne weiteres fortsetzen. Jedoch vergrössert sich mit jedem weiteren Tag die Wahrscheinlichkeit für Rückschläge, ausgelöst dann durch eher nebensächliche Ereignisse. Ein kleines Muster davon erlebten die Börsen letzte Woche, als sich die Aktienpreise aufgrund eines angeblich in Schieflage geratenen Hedge Funds rasch auf Talfahrt begaben.

Die chinesische Wirtschaft war in der jüngsten Vergangenheit jene, die das globale Wachstum trug. Mit dem PMI Wert nahe bei 50 befindet sie sich nun zurück auf schmalem Grat und ist wieder anfälliger geworden. Grosse Rückschläge sind kaum verkraftbar, sollte sich die Wirtschaft einer anderen Region weiter abschwächen. Möglichkeiten für einen derartigen Schock gibt es genug. Noch ist der Wahlausgang in Italien unklar. Wird die neue Regierung den Reformprozess im Land nicht wie bisher fortführen, droht die erneute Entfachung der Euro-Schuldenkrise.
Ein weiterer Schock droht noch diese Woche aus den USA. Sollten die Abgeordneten des Kongresses bis Ende dieser Woche keinen Kompromiss beim Thema Staatshaushalt finden, drohen immense Ausgabenkürzungen. Selbst Präsident Obama warnte am Rande eines Treffens mit dem Regierungschef von Japan, Shinzo Abe, dass die Ausgabenkürzungen in den USA das Wirtschaftswachstum auch im Ausland verlangsamen könnte. Würde wie am Jahresende auf Zeit gespielt, hätte dies wiederum weitreichende Folgen. Unternehmen nehmen eine abwartende Haltung ein und machen ihre Investitionsentscheide von diesem Ereignis abhängig.

Weisen Rohstoffpreise den Weg

Seit Jahresbeginn zeigen die Aktienmärkte weitgehend starke Zuversicht für die globale Wirtschaftsentwicklung. Der MSCI World legte um über 6% zu. Einzelne Indizes stiegen in der kurzen Periode sogar um über 10% (SMI, Nikkei). In Amerika legte der S&P 500 über 6% zu, in Europa stieg der FTSE 100 über 8%. Die Börsen der Euroländer hinkten etwas hinterher, wobei auch sie Gewinne verzeichneten.

Die Rohstoffpreise zeigten bis vor kurzem eine parallele Entwicklung. So stieg der Ölpreis für ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate (WTI) seit November 2012 von USD 85 gegen 98 Dollar pro Fass. Ähnliche Preisentwicklungen waren bei Industriemetallen und einzelnen Edelmetallen wie Platin und Palladium zu beobachten.
Bei der Anlagekategorie Rohstoffe drehte jedoch der Trend im Laufe der letzten Woche. Während die Aktien- und Bondmärkte aufgrund der immensen Geldschwemme verbunden mit den Anleihekäufen der Zentralbanken ein verzerrtes Bild aufweisen, geben die Rohstoffmärkte ein besseres Bild der wirtschaftlichen Lage und Einschätzungen wieder. Investoren und Unternehmen gaben sich zu Jahresbeginn sehr optimistisch über das zukünftige Wirtschaftswachstum. Die breit abgestützte Euphorie weicht seit kürzerem wieder vermehrt einzelner skeptischer Stimmen, was sich in den Rohstoffpreisen widerspiegelt.
Gleichzeitig konsolidierten die Aktienmärkte auf dem hohen Niveau, mehrheitlich mit weiter steigenden Tendenz. Mit fehlenden richtungsweisenden Faktoren spitzte sich die Situation jedoch immer weiter zu. Hält eine solch angespannte Phase an, braucht es oft nur einen kleinen Auslöser, der den Märkten den weiteren Verlauf in die eine oder andere Richtung aufzeigt.
Der Trigger kam gestern einerseits mit dem Gerücht, dass ein grösserer Hedgefonds in den USA gezwungen ist seine Positionen in Rohstoffen in grossem Stil aufzulösen. Darauf gaben die Preise der Rohstoffe verbreitet stark nach. Am Ölmarkt kam es am Nachmittag innerhalb von rund zehn Minuten zu einem Preissturz um mehr als 2 Dollar pro Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI). Dies verunsicherte ebenso die Aktienmärkte, die darauf ihre Gewinne mehrheitlich einbüssten.
Unterstützt wurde dieser Trend später durch die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed. Wie aus dem Protokoll zur Januar-Sitzung hervorging, sind die Notenbanker zunehmend besorgt über den aggressiven geldpolitischen Kurs. Die Mitglieder des Offenmarktausschusses diskutieren offenbar weiter über ein früheres Ende des erst im Dezember beschlossenen Anleihekaufprogramms (QE3), sollte sich die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt weiter erholen. Positive Signale aus der Wirtschaft, wären dann Gift für die Aktienmärkte, sind sie vom ersten Moment an mit der Geldschwemme in die Höhe getrieben worden.

Die heute Nachmittag anstehenden Wirtschaftszahlen aus den USA von Unternehmensseite könnten den Weg für die nächsten Tage und sogar Wochen weisen. Waren die Unternehmen zu Beginn des Jahres weitgehend optimistisch, zeigt sich nun, ob dieser Trend anhält. Sollte sich das Bild der heute Morgen publizierten Wirtschaftsindikatoren aus Europa gleichen, muss mit einer Eintrübung gerechnet werden.
Somit ist weiterhin von einer lockeren Geldpolitik auszugehen. Die Aktienmärkte reagieren jedoch nicht mehr derart stark darauf wie noch zu Beginn beim QE1 bzw. QE2. Das Wirtschaftliche Umfeld wird wieder stärker im Entscheid beim Aktieninvestment gewichtet.

Das Szenario der sich eintrübenden Wirtschaft ist aufgrund von weiterhin bestehenden Unsicherheiten höher zu werten. Kurzfristig sind die Wahlen in Italien und Zypern am kommenden Wochenende im Brennpunkt. Mittelfristig braucht die USA bis ende März eine Lösung im Budgethaushalt, Mitte Mai läuft das vorübergehende Gesetz aus, welches das Schuldendach von USD 16.4 Bio. aussetzt, in China werden Stimmen laut, die auf eine Überhitzung des Immobilienmarktes hinweisen und Europa braucht weiterhin eine Lösung der Schuldenproblematik.

Aus derzeitiger Sicht könnten beide Wirtschafts-Szenarien kurzfristig die Kauffreude bei Aktien eintrüben bzw. die Realisierung von Gewinnen und somit eine Korrektur auslösen.

Gratwanderung geht weiter

Die zuletzt publizierten Konjunktur-Daten zeigen auf, dass sich die Wirtschaft derzeit nicht derart stark entwickelt, wie dies von vielen Analysten und Investoren prognostiziert bzw. erhofft wurde. Die Wirtschaft in den USA ist im letzten Quartal des Jahres 2012 sogar leicht geschrumpft. Anstelle eines gemäss Konsens geschätzten Wachstums von 1.1% wurde ein Rückgang des BIP um 0.1% ausgewiesen.

Schrumpfende Wirtschaft – unerwartet?
Zwei Effekte haben massgeblich dazu beigetragen. Einerseits legte der Wirbelsturm Sandy die Region um New York für mehrere Tage still. Andererseits hat die Unsicherheit um das Thema „Fiscal Cliff“ tiefe Spuren im Vertrauen der Unternehmer und Konsumenten hinterlassen, weshalb Aufträge und Einkäufe während der Jahresendphase bis auf weiteres aufgeschoben wurden und somit für weniger Wirtschaftsleistung sorgten.
Auch die englische Konjunktur ist im selben Quartal stärker als erwartet um 0.3% geschrumpft (erwartet -0.1%). Anzeichen, die in  dieselbe Richtung hindeuten, gibt es aus den peripheren Euro-Ländern wie Spanien und Italien, evtl. auch Frankreich.

Positive Stimmung bei Unternehmen
Bestimmt gab es insbesondere im Laufe der letzten Woche einige erfreuliche Indikatoren, die eigentlich positiv stimmen sollten. So zeigen Frühindikatoren von der Unternehmensseite positive Signale. In Deutschland ist der ZEW Economic Sentiment Index sprunghaft auf 31.5 Punkte angestiegen (zuvor 6.9, erwartet 12.2). Dies zeigt die Umfrage bei 275 institutionellen Investoren und Analysten, deren Stimmung sowie Ausblick für die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der nächsten 6 Monate. Ebenso der Deutsche Ifo Business Climate Index war überraschend stark mit 104.2 (erwartet 103.1). Dabei werden 7’000 Unternehmer innerhalb Deutschland über die derzeitigen Business Konditionen befragt. Ein Wert über 100 deutet auf ein Wachstumsszenario hin. Auch China vermeldete in derselben Woche positive Konjunkturdaten in Form des PMI von 51.9, zuletzt 51.5. Ebenso in den USA war der Indikator mit 56.1 (54.0) höher als erwartet, 53.2, publiziert worden. Ein ähnliches Bild ergab sich beim heute publizierten PMI für die Region Chicago mit 55.6 (erwartet 51.1).

Massnahmen der Zentralbanken – je länger je mehr wirkungslos
In Europa war es für Italien und Spanien möglich sich an den Märkten, für so günstige Konditionen wie schon seit längerem nicht mehr, neues Geld zu beschaffen. Hier macht sich die derzeitige, zumindest vorübergehende Entspannung und das Einwirken der EZB mit Bondkäufen bemerkbar.
Generell ziehen die Zentralbanken sämtliche Register, um der Wirtschaft wieder Schwung zu verleihen. Gestern verkündete das Fed beim regulären Meeting, dass die im Dezember beschlossenen geldpolitischen Massnahmen fortgesetzt werden: Aufkauf von Anleihen in der Höhen von USD 85 Mrd. pro Monat und Beibehaltung des tiefen Zinsniveaus von 0.0% – 0.25% auf längere Zeit, bis die Arbeitslosenquote unter die Marke von 6.5% (derzeit bei 7.8%) fällt.
Auch die Zentralbank von Japan, Bank of Japan (BoJ), lässt mit geldpolitischen Massnahmen nichts unversucht, einerseits Liquidität in den Markt zu pumpen, andererseits mit gezielter Schwächung des Yens, der japanischen Wirtschaft endlich wieder Wachstum zu verleihen.
Mit ihren Massnahmen haben die Zentralbanken zumindest in einer ersten Phase die Märkte beruhigen können. Das eigentliche Ziel wurde jedoch bisweilen nicht erreicht. Das Geld sollte nämlich in Form von Krediten und Investitionen via Unternehmen in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Zumindest sorgten die einzelnen Ankündigungen für steigende Kurse bei riskanteren Anlagen wie Aktien. Zuletzt war der Einfluss jedoch sehr klein bzw. die Wirkung verpufft unterdessen. (vgl. hierzu demnächst folgender Beitrag)

Arbeitsmarkt bleibt anfällig
Die Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigt auf, dass insbesondere in den USA, wo derzeit derart viel Geld gedruckt wird, die Massnahmen nicht wie gewünscht greifen. Die Erstanträge bei den Arbeitslosen gingen zwar in den ersten Wochen des Monats Januar stark zurück bevor die Zahl in der letzten Woche nun wieder auf das übliche Niveau angestiegen ist. Der Effekt zu Beginn des Jahres war stark saisonal beeinflusst.
In Europa zeigt sich ein anhaltend negativer Trend. In Spanien ist die Arbeitslosenquote auf einen neuen Rekord von 26% gestiegen. Eine Trendwende in den anderen Euro-Ländern ist nicht erkennbar.

Der Konsument – die wichtigste Säule fehlt
Für eine mittelfristig bis langfristig stabile Erholung fehlt weiterhin die Unterstützung von Seiten der Konsumenten. Aus sämtlichen Ländern wird eine starke Zurückhaltung und eine sich weitere eintrübende Konsumentenstimmung gemeldet. In den USA sank der Barometer für das Konsumentenvertrauen auf 58.6 (erwartet 64.8, zuletzt 66.7) einen derart tiefen Wert wie zuletzt im November 2011. Gerade im wichtigen Weihnachtsgeschäft hielten sich die Endverbraucher stark zurück wie der nur leichte Anstieg der persönlichen Ausgaben um 0.2% zeigt.
Auch in Europa ist und bleibt mit der Zunahme der Arbeitslosenzahlen die Stimmung der Konsumenten eingetrübt wie auch hier die publizierten Indikatoren aufzeigen. In den meisten Ländern bringt der Konsum einen Anteil von einem Drittel oder mehr an der gesamten Wirtschaftsleistung. Bleibt der Konsument weiterhin an der Seitenlinie, fehlt eine wichtige Säule in der Förderung des Wirtschaftswachstums. Die ungelösten Fragen bei der Schuldenproblematik und die hohen Arbeitslosenzahlen bleiben auch in diesem Bereich die entscheidenden Faktoren für die zukünftige Entwicklung. Und solange die Notenbanken die Zinsen tief halten, ist es für den Konsumenten schwierig an eine bessere Zukunft zu glauben.

Fazit
Gelingt es nicht die positive Stimmung der Unternehmen zu halten und auf die Konsumenten zu übertragen und diese gleichzeitig zum Konsumieren anzuregen, wird das Szenario einer mittel- bis längerfristigen Erholung der globalen Wirtschaft unwahrscheinlicher.
Die Aktienmärkte reagierten überraschend stark auf einzelne kurzfristig positive Anzeichen. So erreichten gewisse Indizes neue Höchststände innerhalb der letzten fünf Jahre. Gleichzeitig haben sich auch die Zinsen von ihren Tiefstständen etwas entfernt.
Die Preise enthalten derzeit viel Optimismus. Nun gibt es erste Anzeichen, das in der Realität die Entwicklung der Wirtschaft weitaus weniger stark vorankommt als dies von Analysten prognostiziert wurde. In vergangen Beiträgen hier auf ETFMandate wurde darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Wirtschaft und die Auswirkungen u.a. der Fiskalklippe von Analysten und Investoren wohl zu optimistisch eingeschätzt wurde. Wird dieser Eindruck in den nächsten Tagen und Wochen bestätigt, sind rasche Rückschläge möglich. Somit bleibt die Empfehlung bestehen sich mit Stop Limiten auf negative Kursschwankungen abzusichern und bei starken positiven Bewegungen einzelne Aktien-Positionen vorübergehend zu reduzieren.

Weshalb Banken und ihre Analysten derart Aktien pushen und sie die Privatanleger seit ende letzten Jahres zu überzeugen versuchen weiter in Aktien zu investieren, könnte auch andere Gründe als nur der positive Ausblick haben. Dazu wird demnächst in einem weiteren Kommentar eingegangen.

SMI technisch überschossen

Der Schweizer Aktien-Index SMI hat sich seit Jahresbeginn von sämtlichen anderen Aktienindizes abgekoppelt. Die Performance liegt nach heutigem Börsenschluss bei fast 9% YTD (year to date). Die Gründe sind vielseitig:

  • Defensiver Index:
    Im Vergleich zu anderen Indizes hat der SMI mit seinen Schwergewichten Nestlé, Roche, Novartis etc. defensiven Charakter. Entscheiden sich Investoren derzeit für ein Aktieninvestment, fällt die Wahl auf eher solche Titel, um bei allfällig ansteigender Volatilität die Verluste zu minimieren;
  • Hoher Anteil an Finanztiteln:
    Nebst den oben genannten Schwergewichten enthält der SMI ein grosses Gewicht an Banken und Versicherungen. Dieser Sektor hat nach dem Entscheid über die Verlängerung zur Aufstockung der Kapitalreserven (s. Bericht vom 16.01.) zuletzt stärker zugelegt;
  • Globale Unternehmen:
    Fast alle im Index enthaltenen Unternehmen agieren global und sind somit in unsicheren Zeiten, in verschiedenen Wirtschaftsregionen agierend, breit abgestützt;
  • Dividenden:
    Der Index bietet einige Titel mit weiterhin attraktiven Dividendenrenditen, weshalb diese Titel derzeit mehr nachgefragt werden;
  • Steuerbefreite Dividendenausschüttungen:
    Schweizer Unternehmen bietet sich die Möglichkeit der Herabsetzung von Kapitalreserven mit der Ausschüttung in Form einer steuerbefreiten Dividende. In der Hoffnung, die Unternehmen wählen diese Form der Kapitalausschüttung, greifen die Investoren vermehrt nach solchen Titeln;
  • CHF:
    Der Schweizer Franken ist und bleibt als Währung der sichere Hafen. Sollte es zu neuen Turbulenzen führen, sei es durch die schlechte Entwicklung der Wirtschaft oder sollte in den USA keine Einigung bzgl. des Schuldenproblems erzielt werden, können auswärtige Investoren mit einer erneuten Erstarkung des CHFs rechnen;
  • Fehlende Alternativen:
    In den fast sämtlichen Industrieländer kommt die Wirtschaft nicht in den gewünschten (Auf)schwung. Bleiben noch wenige Länder, die davon nicht oder weniger betroffen sind (z.B. Schweiz, Neuseeland, Australien)

Die technische Analyse zeigt, dass der SMI mit dem heutigen Tag definitiv überschossen hat. Wir befinden uns mit einem RSI (Relative Strengh Index) von knapp 87 in einem sehr deutlich überkauften und fast nie erreichtenLevel. Die überkaufte Zone beginnt bei  einem Wert ab 70. Eine technische Korrektur noch diese Woche oder spätestens zu Beginn der nächsten Woche ist nun unausweichlich.

Trading Idee:
Mit einem kurzfristigen Trade kann dieses klare Verkaufssignal genutzt werden. Dazu dient ein geeigneter Put Knock-out Warrant. Allerdings wird dies nur erfahrenen Anlegern empfohlen, da die Volatilität und somit das Verlustrisiko grösser sind.

Eine andere Möglichkeit bietet sich mit einem short ETF auf den SMI. Der verfügbare Titel ist doppelt geshortet (2x short): Lyxor ETF daily 2x short on SMI (LYSSL)
Wird nur die Hälfte des im Voraus festgelegten Exposures investiert, verhält sich das Investment wieder wie ein einfacher Short.

US Wirtschaftsdaten verleihen Flügel

Die heute Nachmittag veröffentlichten Zahlen der US Wirtschaft brachten einen überraschend kräftigen Schub in die Märkte.

Einerseits zeigt der Immobilienmarkt seit der vergangenen Krise nun wieder leicht steigende Tendenz. Anderseits stimmte die Anzahl der Neuanmeldungen von Arbeitslosen in der letzten Woche mit 335’000 (369’000 wurden erwartet) die Investoren positiv. Ein so tiefer Wert wurde letztmals 2008 veröffentlicht. Auch wenn die Zahlen im Januar im Jahresschnitt stets etwas besser ausfallen, werten dies die Investoren als weiteres Zeichen für eine Entspannung am Arbeitsmarkt.

Der heute veröffentlichte Frühindikator „Philly Fed Manufacturing Index“ zeigt hingegen ein anderes Bild und tauchte in die negative Zone. Erwartet wurde eine deutlich positive Zahl  mit 7.1 (vorher 8.1), der Index lag jedoch bei -5.1. Die Zahl wird aus dem „Philadelphia Fed Business Outlook Survey“, bei dem 250 Manager von Industriebetrieben in der Region von Philadelphia befragt werden, ermittelt.

Aufgrund der Divergenz existiert weiterhin kein klares Bild über den weiteren Verlauf der Wirtschaft. Je grösser der kurzfristige Optimismus ist, desto mehr steigt das Risiko für einen Rückfall.

Weltbank senkt Prognosen für 2013

Die Weltbank hat ihre Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum für 2013 deutlich nach unten korrigiert. Für das Jahr 2013 geht sie noch von einem Plus des BIP von 2.4% aus. Im Juni 2012 waren noch 3.0% in Aussichten gestellt worden. Im vergangenen Jahr ist die Weltwirtschaft um 2.3% gewachsen.

Für die Eurozone wird für 2013 mit einem Schrumpfen des BIP um 0.1% gerechnet. In den USA soll die Wirtschaft um 1.9% (vorher 2.4%) zulegen, Japan um 0.8% (vorher 1.6%).

Obwohl die Risiken für eine Finanzkrise in Europa geringer geworden sind, sei die tatsächliche globale Konjunktur insgesamt noch „sehr wackelig und unsicher“. Zudem wurde bisher die Chance verpasst, in den USA vorzeitig sich für eine Lösung des Fiskalplans zu einigen. Ein Scheitern in den nächsten Monaten könnte das BIP um 2.3% negativ beeinflussen, die globale Wirtschaftsleistung um 1.4% reduzieren.

Die Weltbank ist pessimistischer eingestellt als die von Bloomberg im Januar befragten Ökonomen. Diese rechnen mit einer globalen Expansion um die 3.2%.

Die nächsten Wochen und das erste Quartal werden aufzeigen welchen Schätzungen besser sind. Die Divergenz zeigt auf, dass das Feld weiterhin in Optimisten und Pessimisten aufgeteilt ist. Tatsächlich, solange Unternehmen und private Haushalte aufgrund von Unsicherheiten (Schuldenproblematik in USA und Europa) nicht investieren, bleibt die Wirtschaft und die Märkte sehr anfällig auf Rückschläge.